Dienstag, 17. Dezember 2024

Meine Erfahrung dieses Jahres

 Nach Überlegungen habe ich beschlossen, meine Erfahrung des Jahres mitzuteilen und zugleich mich mit meinen neuen Studienfreunden vertraut zu machen.

Eigentlich habe ich keinen festen Job.  Ab und zu bin ich als Archäologe tätig. Da ich für die russische Geschichte und Kunst begeistert bin, muss diese Tätigkeit meinem Hobby gepasst haben.

Die Archäologie ist das geisteswissenschaftliche Fach, das bei der Erforschung historischer Ereignisse die wichtigste Rolle spielt. Die anderen Historiker erforschen die Geschichte, die schon von vorigen Historikern erkundet war. Oder die Geschichte wurde von Vorfahren verfertigt, die subjektiv sein könnten. Zum Beispiel leisteten sie sich Verdienste ihrer Könige zu übertreiben und sogar auszudenken. Damals war es keine Sünde. Eigentlich könnten Chronisten das Verhalten von Königen einem Verhalten von Bibelprotagonisten gleichstellen. So kann nur ein Archäologe wie ein Kriminalist das ausschlaggebende Urteil fällen, ob ein Ereignis stattgefunden hat oder nicht.

Ich habe sogar ein Ziel erfunden, die Bibliothek von Iwan dem Schrecklichen ausfindig zu machen. Natürlich verbergen sich die Bibliotheken nicht in dem Boden, aber eine Motivation muss sein und wer weiß? Außerdem bin ich noch jung, liebe es, mit dem Schaufel unten dem Regen zu arbeiten und habe keinen großen Bauch, was bei der Arbeit in der Pose „Kniebeugen“ ganz wichtig ist.

So habe ich im Kreml von meiner Heimatstadt Wologda gegraben. Das Ziel habe ich nicht erreicht. Es gab nur ein Paar von Bastschuhen. Aber Null ist in der Archäologie auch ein Ergebnis. Mindestens lässt es einige Versionen widerlegen.

In diesem Herbst habe ich meine Erfahrung fortgesetzt. Dieses Mal im Kirillo-Beloserkij Kloster, das 100 Kilometer von Wologda liegt. Das Kloster mit dem in der Nähe liegende Ferapontow Kloster (sie sind ein einheitliches Museum) sind ein echtes Juwel der russischen Geschichte und der Kunst. Es fällt uns schwer vorzustellen, dass aus der christlichen Geschichte Russlands, die fast 1000 Jahre zählt, die Kunst Russlands mehr als Zwei Drittel der Geschichte nur in den Klöstern entwickelt wurde. Die russischen Klöster waren ein Herd des kulturellen Lebens Russlands im Mittelalter, bevor die ersten Universitäten im achtzehnten Jahrhundert entstanden sind. Die Klöster waren Archive, Bibliotheken, Verlage, Schulen, Konservatorien der geistlichen Musik, Kunstsalone, wo Ikonenmaler Ikonen geschaffen haben. Zum Beispiel ist das Ferapontow Kloster die einzige Einrichtung, die über Fresken vom Meister des XV-XVI Jahrhunderts namens Dionisij verfügt. Einmal hat Dionisij den Innenraum von der Mariä Himmelsfahrt Kathedrale im Kreml von Moskau bemalt. Aber die Hauptkathedrale Russlands wollte man immer „verbessern“. So sind die Wandmalereien von Dionisij dort nicht erhalten geblieben. Der Vorzug Nord Russlands als eines abgelegenen Ort besteht darin, dass niemand hier nur etwas „verbessern“ wollte, sondern auch sich auf eine Wiederherstellung einließ.  So sieht die Geschichte hier so aus, wie sie in der Vergangenheit war.

Das Kirillo-Beloserskij Kloster war ein Herd von dem literarischen Leben im Mittelalter. Natürlich freute ich mich auf besondere Funde. Und wir haben Glück gehabt.

Leider muss ich jetzt ins Bett gehen. Wenn ihr ar der Fortsetzung interessiert seid, lasst mich in den Kommentaren wissen.


Donnerstag, 25. April 2024

Neue Zürcher Zeitung über Globalisierung

In dem Artikel "Auch Mozart steht für Globalisierung" von Otfried Höffe, den die Neue Zürcher Zeitung veröffentlicht hat, geht es um verschiedene Aspekte, auf die Globalisierung ihren Einfluss ausübt. Den Artikel habe ich beachtenswert gefunden. Das kann dem einen oder anderen offenbar erscheinen, aber ich möchte doch sagen, dass es im Artikel überzeugend gezeigt war, dass Globalisierung ein altes Phänomen mit sowohl positiven, als auch negativen Auswirkungen ist. Negative Phänomene seien die verheerenden Kriege, Waffen-, Drogen- und Menschenhandel, Kriminalität und Terrorismus, Klimabelastung, usw. Sie machen sicherlich allen Angst. Otfried Höffe zieht das in Betracht, wie unsere Einstellungen sich mit der Zeit änderten. Laut ihm sei Globalisierung früher mehr von Hoffnungen als von Ängsten begleitet, aber heute würden sich die Sorgen in den Vordergrund drängen (z. B. geopolitische Verwerfungen, Umwelt- und Klimabelastung). Otfried Höffe nennt die heutige Menschheit eine wahre Schicksalsgemeinschaft. Das finde ich verständlich: zusammen genießen alle Menschen die Vorteile der Globalisierung, leiden unter ihren Nachteilen und versuchen offensichtlich, sie zu mindern. Der zweite Teil des Artikels ist vielmehr optimistischer. Wir seien auch die globale Kooperationsgemeinschaft. Dem Artikel zufolge gebe es seit der Antike eine tiefreichende Internationalisierung im Bereich der Kultur. Zunächst einmal würden wir in aller Welt dieselben Werke von Philosophen schätzen. Außerdem sei es noch wichtiger, dass überall auf unserem Globus dieselbe Mathematik, Natur-, Ingenieur- und Sozialwissenschaften erforscht und gelehrt werden. Darüber hinaus seien global auch Literatur-, Theater-, Sport- und Musikbereich. Keine kulturell anspruchsvolle Metropole würde in ihrem Programm auf Bach, Mozart, auf Jazz und Pop-Bands verzichten. Nicht zu vergessen sei die Nutzung des elektronischen Weltnetzes. Noch weniger dürfe man die globale Zusammensetzung größerer Unternehmen übersehen. Das hat zur Folge, dass hier in der Regel ohne Schwierigkeiten Personen aus Dutzenden von Ländern und Ethnien zusammenarbeiten würden. Selbst mit diesen schon zahllosen Phänomenen sei der heute immer noch so gut wie problemlos praktizierte Teil der Globalisierung noch nicht ausgeschritten. Der Autor schreibt auch über die globale Gemeinschaft von Not und Leid. Würden irgendwo auf der Erde Umweltkatastrophen wie Erd- und Seebeben, Vulkanausbrüche, Überflutungen oder Dürreperioden auftreten, so würde seitens nichtbetroffener Länder rasch und großzügig eine vielfältige Hilfe erfolgen. Weder Globalisierungsskeptiker noch Gesellschaftskritiker könnten es daher ernsthaft bestreiten: die globale Hilfsbereitschaft, hier dürfe sich die Menschheit einmal loben, sei bemerkenswert groß. Damit bin ich einverstanden und es versetzt mich in Aufregung. Um es auf den Punkt zu bringen, kann niemand allein die Welt retten oder seriöse Probleme lösen. In heutiger Gesellschaft konzentrieren viele Menschen glücklicherweise darauf, das Wir-Gefühl zu stärken, indem Menschen selbst aktiv werden durch Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Maria Sotnitschenko

LOS BASTARDOS

Heute möchte ich in meinem Artikel eine Ausnahme machen und keine berühmten Ökonomen oder Unternehmer zitieren, sondern Menschen, die die Auswirkung der Globalisierung akut erleben.   Vox populi vox Dei, besonders wenn diese Stimme des Volkes in einem populären Lied zum Ausdruck kommt.  “Bastards der Globalisierung” Los Hijos Bastardos De La Globalización (youtube.com), so heißt ein Lied einer spanischen Rockband. Die allgemeinen Themen der Lieder vor Musikgruppe sind Menschenrechte, Gerechtigkeit und Freiheit.   Der Sänger singt davon, dass sein Arbeitstag im Morgengrauen beginne. Er ist 12 Jahre alt und er sei frustriert. Er behauptet, dass seine kleinen Hände Tausende von Spielzeugen herstellen würden, mit denen andere Kinder spielen.  Es wird argumentiert, dass Kinder die leichten Opfer der Ausbeutung in einer Marktwirtschaft seien. Einerseits bringt die Makroökonomie Wohlstand, andererseits werden viele Kinder zu Sklaven. Es ist nicht klar, was Globalisierung sei und was Menschenrechte seien.  Hier sei man nur ein Teil des großen Puzzles. In dieser Welt, wo das Geld Gott sei, sehe man die Roboterkinder gleichgültig an. Das Weinen und Leid der Ausgebeuteten würden nicht gehört. Alle Gesetze würden die Interessen großer Unternehmen berücksichtigen.   Der Sänger fragt sich, wie man sich fühlen würde, wenn dieses Kind sein Sohn wäre. In diesem Fall wäre die Situation natürlich anders.  Rusudan

Globalisierung vs. Regionalisierung: Taugt der Mensch zum Weltbürger?

Im Artikel aus dem Tagesspiegel vom 11.04.2020 schreibt der Autor, im Zuge der Industrialisierung hätten Waren und Menschen immer größere Distanzen in immer kürzerer Zeit zurückgelegt. Durch die Weltkriege, den Handel und die neuen Medien – Radio, Fernseher, Internet – habe die Globalisierung während des 20.Jahrhunderts ungemein an Geschwindigkeit gewonnen. Im Artikel wird betont, je enger die Weltgemeinschaft zusammenrücke, desto mehr wachse der Wunsch, sich auf kleine überschaubare Räume zurückzuziehen, auf das mutmaßlich Kontrollierbare. Und anders als kosmopolitische Ziele finde die Rückbesinnung auf die Nation erheblich schneller praktische Umsetzung. Ich stimme dieser Meinung völlig zu, weil die Furcht vor Flüchtlingen oder Krankheiten selbst innerhalb der Europäischen Union zu Grenzkontrollen und Grenzschließungen
geführt hat. Laut dem Bericht sei Adidas einst Vorreiter gewesen. Schon Anfang der 90er-Jahre habe das Unternehmen die Produktion in Deutschland weitgehend eingestellt und stattdessen in Billiglohnländern, von China über Indonesien und Vietnam bis nach Argentinien oder Mexiko gefertigt. Doch nun wolle der Sportartikelhersteller zurückkommen. Ab Herbst sollten die ersten hierzulande gefertigten Laufschuhe in den Handel gehen. Ich vertrete die Auffassung, dass solche Lage ganz optimal und legitim ist, weil Markenproduktion, wenn es auf den Ruf der Marke ankommt, im Herkunftsland hergestellt werden muss. Die Preisfrage ist wichtig, aber der Ruf ist noch wesentlicher. Der Autor unterstreicht, das Unternehmen könne damit erneut Vorreiter werden. Die Ära der Globalisierung scheine vor dem Ende zu stehen. Der wirtschaftliche Austausch zwischen den Staaten lahme, teilweise werde die Entwicklung sogar zurückgedreht. Das liege einerseits an den politischen Entwicklungen, aber auch neue technische Möglichkeiten trügen dazu bei. Ich teile die Meinung des Autors komplett, denn seit der Finanzkrise hat sich nicht nur das weltweite Wachstum, sondern auch die Zunahme des internationalen Handels verlangsamt. Die Wachstumsrate des Handels liegt seither sogar unter derjenigen der Wirtschaftsleistung. Oxana Orechowa

Dienstag, 25. Januar 2022

"Was bedeutet Heimat für mich?" Leras Lösung

Was bedeutet "Heimat" fuer mich? Ich kenne die Bedeutung dieses Wortes aus dem Woerterbuch, aber ehrlich gesagt habe ich bis heute noch keine fixe Antwort. In meinem Kopf gibt es mehrere Ebenen von Antworten auf diese Frage. Das erste Niveau – was bedeutet Heimat fuer mich global? Der erste Gedanke war: Carl Sagan und das Foto "Pale Blue Dot" von Voyager. Am 11. Mai 1996 hat Carl Sagan eine Rede über die Bedeutung dieses Fotos gehalten. Und wenn ich an meine Heimat denke, erinnere ich mich vor allem an diese Rede von Carl Sagan.
Die zweite Ebene: vom Weltraum zur Erde. Hier ist "Heimat" für mich der Ort, an dem man sich wie zu Hause fuehlt. Die Elternwohnung zwischen Wäldern und Feldern in der Region Brjansk, das Haus von meiner Freundin Cami in Chile, ein Hostel in Budapest, in dem ich lange gearbeitet habe, ein Zelt im Kaukasusgebirge auf 4.000 Metern ueber dem Meeresspiegel mit meinen Bergsteigerfreunden - an all diesen Orten fuehle ich mich wie zu Hause.
Die dritte Ebene: die Gefuehlsebene. Hier verstehe ich "Heimat" als ein Gefuehl, wo man sich selbst sein kann, wo sein Herz gluecklich ist. Ich habe dieses Gefuehl immer mit meinem Freund, oder wenn ich mit meinem Kunstlehrer Vladimir Evgenyevich auf Pleinair/Freilichtmalerei/ gemalt habe, oder wenn meine Mutter Wiegenlieder gesungen hat und Beethovens „Come fill, fill, my good fellow!“ auf dem Klavier** gespielt hat, oder wenn ich den Geschmack der Napoleontorte meiner Großmutter spuere! Abschließend moechte ich sagen, dass die Frage richtig komplex ist. Hier ist alles sehr individuell :)

Freitag, 26. März 2021

Jegorkas "Tatort" - Ein Kurzkrimi von Larissa Grünewald


Jegorka wuchs als gesunder, starker und fröhlicher Junge auf, der an allem wortwörtlich wachen Anteil zeigte, was um ihn herum geschah. Für seine frühen Jahre schien er ungewöhnlich selbstständig zu sein, behandelte alles „mit Gefühl, mit Sinn und mit Betonung“ und bemühte sich, Erwachsene, die immer im Strom von Sorgen und Kümmernissen versunken zu sein schienen, nicht zu stören. Insbesondere kann man bemerken, dass er jedes Wetter mit großer Freude annahm, absolut herzlich und unbefangen seine Oma liebte und den Kater anhimmelte. Die Oma, muss man sagen, liebte ihren Enkel nicht weniger und ließ ihn absolut alles tun, im Vertrauen auf seine kindliche Seriosität und Züchtigkeit.

Eines von Jegorkas Hobbys in seiner Freizeit waren die Spiele mit dem Kater. Dafür war er sogar bereit, ein Opfer zu bringen. So sammelte er einen ganzen Monat lang mit ungewöhnlicher Geduld die Süßigkeiten in Silberhüllen, die ihm seine Großmutter, in tiefer Dankbarkeit für sein vorbildliches Verhalten, gab. Die Süßigkeiten waren unglaublich gut! Es war schwer, sich nicht verführen zu lassen, es zu probieren ... naja, zumindest eine. Aber nein, Jegorka litt. Ihre längliche Form und die silbernen "Schuppen" erinnerten ihn an kleine Fische. Ja, echte kleine Fische, und das war der Hauptspaß dabei. Jegorka befestigte fleißig die Schnüre an den gesammelten Süßigkeiten und richtete sie in seiner abgeschiedenen Ecke des Gartens ein, so dass der Kater, der die Fische schon von weitem sah, den Köder schluckte, und die Jagd begann. Je mehr Süßigkeiten, desto interessanter und unterhaltsamer ist das Spiel mit dem sich vor den Augen verwandelnden Haustier.

 

Das Wetter war heiß. Die Unterrichtsstunden wurden beträchtlich reduziert. Jegorka und der Kater wurden unzertrennlich. Die Zeit verging so wundervoll und unmerklich, dass sie kein Ende zu haben schien. Aber eines Tages verflüchtigten sich die anhaltenden Tagträumereien zusammen mit Großmutters morgendlichem Ausruf:

 

- Jegorka, mein Schatz, was machst du, hast du angefangen, Bonbonpapier auf die Einfahrt vor dem Haus zu werfen? Gestern dachte ich, na ja, versehentlich fallen gelassen. Und heute habe ich nachgeschaut, schon wieder ... Es ist doch keine Art, mein kleiner Freund, keine Art!

 

Jegorka erstarrte auf der Stelle, als ob er einen Stromschlag bekommen hätte. Gedanken schwirrten in seinem Kopf, aber keiner, an dem er sich festhalten konnte, war vorhanden. Er schüttelte fassungslos den Kopf hin und her und murmelte einen tonlosen Schrei:

- KATER!!!

 

In der gleichen Sekunde, ohne ein Wort zu seiner Großmutter zu sagen, sprang er buchstäblich von seinem Sitz auf und eilte zu seinem Lehen in den verschwindenden Tiefen des Gartensteinweges. Als er dort ankam, fand er wider Erwarten weder einen Kater, der Süßigkeiten fraß, noch ein großes Durcheinander vor. Die einzige Spur der Tat war eine zerrissene Schnur und eine merklich verminderte Menge an Süßigkeiten.

 

- Der Kater, der Verräter? Nein, das hätte er nicht tun können. So gut haben wir gespielt! Er hat immer gezuckt... nicht gerissen... gezuckt... Guuu-uu-u-uter! – sich drehende Gedanken auf dem Heimweg. - Unsinn! Es ist nur eine Art lächerlicher Unfall. Wahrscheinlich nur der Penner von einem Nachbarn. Den werde ich mir gründlich kaufen! 

Mit ruhigem Herzen, von der Unschuld des Katers überzeugt, untersuchte Jegorka die Hecke auf Löcher, hob eine weitere, unterwegs gefangene Hülle auf und brachte sie mit triumphierendem Blick zu seiner Großmutter. Der Tag verlief gut, wie immer, und Jegorka schlief erst spät in der Nacht ein. Sein Schlaf war heiter und süß.

 

***

Der Morgen begann unerwartet. Sobald er die Augen geöffnet hatte, sah er seine auf der Schwelle des Zimmers stehende Großmutter, mit einer ganzen Handvoll der gleichen Silberhüllen in den Händen. Großmutter hat nicht geflucht. Sie hat kein Wort gesagt. Sie hat nur gewartet. Der Blick auf ihrem Gesicht machte deutlich, dass sie enttäuscht war. Der Junge krabbelte langsam aus dem Bett. Er nahm alles, was da war, aus den Händen seiner Großmutter und ging zum Mülleimer, indem er den Plan für den kommenden Tag überlegte.

Bei der Inspektion des Tatortes stellte Jegorka fest, dass von den gesammelten Süßigkeiten nur noch zehn übrig waren. Einige von ihnen hingen weiterhin so, wie er sie aufgehängt hatte, und die anderen lagen wahllos in der Nähe verstreut. Der Kater, der auf dem Rasen lag, war gelassen und selbstgefällig und zeigte, dass er ein gutes Leben gehabt hatte. Seine Augen leuchteten mit unsagbarer Dankbarkeit. Das Gefühl der Schuld wurde nicht einmal angedeutet. 

Jegorka stand daneben und dachte nach. Es war schade, die Katze zu bestrafen. Wer nicht erwischt wird, ist kein Dieb! Aber die Version der Untersuchung war noch zu überprüfen. Widerwillig öffnete Jegorka den Vogelkäfig, den er in der Scheune gefunden hatte, nahm das sich streckende Haustier auf und schickte es vorsichtig in den Arrest. 

 

- Nur einen Tag. Nicht mehr. Ich sehe nur, dass es keine Hüllen gibt und lasse ihn gehen. Bleib währenddessen ruhig sitzen. 

 

Der Kater schaute sich ratlos und fröstelnd um und versuchte, es sich in seiner neuen Behausung bequem zu machen. Ihm fehlte eindeutig der Platz. Plötzlich sah er mitleidig und um Gnade flehend aus. Jegorkas Herz begann zu klopfen. Er fühlte, dass er seinen engsten Freund verriet. Aber Pflicht ist Pflicht. Diese unangenehme Geschichte muss ein Ende haben. 

Die Nacht war noch nicht hereingebrochen, aber Jegorka war schon triumphierend und dachte, wie glücklich der Morgen sein würde. Mit welcher besonderen Laune würde er den Kater herauslassen und ihm dafür die Leviten lesen, dass er es nicht böswillig getan hatte, sondern aufgrund seiner Schwäche, nicht widerstehen zu können und ihre ungeschriebene Regel brach und einige der Süßigkeiten seiner Großmutter stahl. 

Am Morgen, ohne jemandem ein Wort zu sagen, lief Jegorka die Freitreppe herunter. Sein Staunen wollte kein Ende nehmen, als er mitten auf dem Rasen die glänzenden Silberhüllen sah.

 

- Was ist denn hiiiii-iier lo-ооs?! .... – sagte der Junge gedehnt, mit nachdenklicher Stirn, und stürzte sich dann zurück ins Haus zu seinem Freund, der ganz und gar vergeblich, es schien, gefangen gehalten wurde. Er hatte bereits einen genialen Plan ausgeheckt, um den Dieb gemeinsam zu fangen. Ja, es würde ihre erste richtige Jagd sein, und sie würden sicher ihre Trophäe bekommen. 

 

***

Der Kater setzte sich mit zusammengekniffenen Augen auf. Es schien, dass selbst die Gefangenschaft seine innere Ruhe nicht erschüttern konnte. Dennoch war es nicht zu übersehen, dass die Ungerechtigkeit des Gerichts in seiner Gestalt eingeprägt war, und er wartete.

Jegorka ging leise auf den Käfig zu und öffnete ein bisschen die Tür. Der Kater kam nicht heraus. Er bewegte sich nicht nur nicht vorwärts, sondern öffnete nicht einmal seine Augen. Das gleiche Zukneifen. Das gleiche gleichmäßige Atmen. 

 

- Kaaat-eeeerchen! Guuu-uuuu-uter! - sagte der Junge gedehnt.

Der Kater reagierte nicht. 

- Nun, nicht böse sein! Oh, nein... Meine Großmutter schimpft mit mir, aber ich werde nicht wütend. Nein, nicht immer zur Sache... Weißt du, sie hat keine Zeit, alles zu bemerken, wenn sie beschäftigt ist. Das ist der Grund, warum Dinge passieren. Aber die Liebe überdauert alles. Liebe ist stärker! Und ich auch... Ich liebe dich sehr. Du hast keine Ahnung, was mich das gekostet hat. Ich wollte dich nicht in diesen Käfig stecken. Es ist einfach passiert. Es tut mir leid. Ich weiß nicht, wie ich an dir zweifeln und das tun konnte. Es tut mir leid, es tut mir leid! Komm schon, raus damit! Komm raus! Komm raus! Wir haben tolle Sachen zu tun! Wir haben keine Zeit, hier herumzusitzen. Ich werde dir unterwegs alles darüber erzählen!

 

Der Kater zögerte zunächst, aber bewegte sich trotzdem. Er öffnete ein bisschen die Augen und zuckte mit der Nase. Er keuchte und versuchte, sich ein wenig zu strecken. Der Käfig war zu eng, drückte gegen seinen Körper. Es hatte keinen Sinn, zu versuchen, sich mit Gewalt zu befreien. Jegorka hatte bereits alles gesagt, was erforderlich war. Der Kater liebte den Jungen von ganzer Seele und verzieh ihm sogar die kleinste Sache. Er fing nicht an, das Schicksal weiter herauszufordern, lief eilig hinaus in die Wildnis und begann dankbar, mit einem Schnurren, sich an Jegorkas Schoß zu reiben. Der Frieden war wiederhergestellt.

 

***

Versteckt in einem Hinterhalt, nicht weit von ihrem gemeinsamen Angelplatz, erstarrten Jegorka und der Kater. Die Zeit war zum Halten gebracht. Nach einer halben Stunde waren die Beine und der ganze Körper schon ziemlich eingeschlafen, und es passierte nichts Besonderes. Jegorka dachte:

 Jegorka wuchs als gesunder, starker und fröhlicher Junge auf, der an allem wortwörtlich wachen Anteil zeigte, was um ihn herum geschah. Für seine frühen Jahre schien er ungewöhnlich selbstständig zu sein, behandelte alles „mit Gefühl, mit Sinn und mit Betonung“ und bemühte sich, Erwachsene, die immer im Strom von Sorgen und Kümmernissen versunken zu sein schienen, nicht zu stören. Insbesondere kann man bemerken, dass er jedes Wetter mit großer Freude annahm, absolut herzlich und unbefangen seine Oma liebte und den Kater anhimmelte. Die Oma, muss man sagen, liebte ihren Enkel nicht weniger und ließ ihn absolut alles tun, im Vertrauen auf seine kindliche Seriosität und Züchtigkeit.

Eines von Jegorkas Hobbys in seiner Freizeit waren die Spiele mit dem Kater. Dafür war er sogar bereit, ein Opfer zu bringen. So sammelte er einen ganzen Monat lang mit ungewöhnlicher Geduld die Süßigkeiten in Silberhüllen, die ihm seine Großmutter, in tiefer Dankbarkeit für sein vorbildliches Verhalten, gab. Die Süßigkeiten waren unglaublich gut! Es war schwer, sich nicht verführen zu lassen, es zu probieren ... naja, zumindest eine. Aber nein, Jegorka litt. Ihre längliche Form und die silbernen "Schuppen" erinnerten ihn an kleine Fische. Ja, echte kleine Fische, und das war der Hauptspaß dabei. Jegorka befestigte fleißig die Schnüre an den gesammelten Süßigkeiten und richtete sie in seiner abgeschiedenen Ecke des Gartens ein, so dass der Kater, der die Fische schon von weitem sah, den Köder schluckte, und die Jagd begann. Je mehr Süßigkeiten, desto interessanter und unterhaltsamer ist das Spiel mit dem sich vor den Augen verwandelnden Haustier.

 

Das Wetter war heiß. Die Unterrichtsstunden wurden beträchtlich reduziert. Jegorka und der Kater wurden unzertrennlich. Die Zeit verging so wundervoll und unmerklich, dass sie kein Ende zu haben schien. Aber eines Tages verflüchtigten sich die anhaltenden Tagträumereien zusammen mit Großmutters morgendlichem Ausruf:

 

- Jegorka, mein Schatz, was machst du, hast du angefangen, Bonbonpapier auf die Einfahrt vor dem Haus zu werfen? Gestern dachte ich, na ja, versehentlich fallen gelassen. Und heute habe ich nachgeschaut, schon wieder ... Es ist doch keine Art, mein kleiner Freund, keine Art!

 

Jegorka erstarrte auf der Stelle, als ob er einen Stromschlag bekommen hätte. Gedanken schwirrten in seinem Kopf, aber keiner, an dem er sich festhalten konnte, war vorhanden. Er schüttelte fassungslos den Kopf hin und her und murmelte einen tonlosen Schrei:

- KATER!!!

 

In der gleichen Sekunde, ohne ein Wort zu seiner Großmutter zu sagen, sprang er buchstäblich von seinem Sitz auf und eilte zu seinem Lehen in den verschwindenden Tiefen des Gartensteinweges. Als er dort ankam, fand er wider Erwarten weder einen Kater, der Süßigkeiten fraß, noch ein großes Durcheinander vor. Die einzige Spur der Tat war eine zerrissene Schnur und eine merklich verminderte Menge an Süßigkeiten.

 

- Der Kater, der Verräter? Nein, das hätte er nicht tun können. So gut haben wir gespielt! Er hat immer gezuckt... nicht gerissen... gezuckt... Guuu-uu-u-uter! – sich drehende Gedanken auf dem Heimweg. - Unsinn! Es ist nur eine Art lächerlicher Unfall. Wahrscheinlich nur der Penner von einem Nachbarn. Den werde ich mir gründlich kaufen! 

Mit ruhigem Herzen, von der Unschuld des Katers überzeugt, untersuchte Jegorka die Hecke auf Löcher, hob eine weitere, unterwegs gefangene Hülle auf und brachte sie mit triumphierendem Blick zu seiner Großmutter. Der Tag verlief gut, wie immer, und Jegorka schlief erst spät in der Nacht ein. Sein Schlaf war heiter und süß.

 

***

Der Morgen begann unerwartet. Sobald er die Augen geöffnet hatte, sah er seine auf der Schwelle des Zimmers stehende Großmutter, mit einer ganzen Handvoll der gleichen Silberhüllen in den Händen. Großmutter hat nicht geflucht. Sie hat kein Wort gesagt. Sie hat nur gewartet. Der Blick auf ihrem Gesicht machte deutlich, dass sie enttäuscht war. Der Junge krabbelte langsam aus dem Bett. Er nahm alles, was da war, aus den Händen seiner Großmutter und ging zum Mülleimer, indem er den Plan für den kommenden Tag überlegte.

Bei der Inspektion des Tatortes stellte Jegorka fest, dass von den gesammelten Süßigkeiten nur noch zehn übrig waren. Einige von ihnen hingen weiterhin so, wie er sie aufgehängt hatte, und die anderen lagen wahllos in der Nähe verstreut. Der Kater, der auf dem Rasen lag, war gelassen und selbstgefällig und zeigte, dass er ein gutes Leben gehabt hatte. Seine Augen leuchteten mit unsagbarer Dankbarkeit. Das Gefühl der Schuld wurde nicht einmal angedeutet. 

Jegorka stand daneben und dachte nach. Es war schade, die Katze zu bestrafen. Wer nicht erwischt wird, ist kein Dieb! Aber die Version der Untersuchung war noch zu überprüfen. Widerwillig öffnete Jegorka den Vogelkäfig, den er in der Scheune gefunden hatte, nahm das sich streckende Haustier auf und schickte es vorsichtig in den Arrest. 

 

- Nur einen Tag. Nicht mehr. Ich sehe nur, dass es keine Hüllen gibt und lasse ihn gehen. Bleib währenddessen ruhig sitzen. 

 

Der Kater schaute sich ratlos und fröstelnd um und versuchte, es sich in seiner neuen Behausung bequem zu machen. Ihm fehlte eindeutig der Platz. Plötzlich sah er mitleidig und um Gnade flehend aus. Jegorkas Herz begann zu klopfen. Er fühlte, dass er seinen engsten Freund verriet. Aber Pflicht ist Pflicht. Diese unangenehme Geschichte muss ein Ende haben. 

Die Nacht war noch nicht hereingebrochen, aber Jegorka war schon triumphierend und dachte, wie glücklich der Morgen sein würde. Mit welcher besonderen Laune würde er den Kater herauslassen und ihm dafür die Leviten lesen, dass er es nicht böswillig getan hatte, sondern aufgrund seiner Schwäche, nicht widerstehen zu können und ihre ungeschriebene Regel brach und einige der Süßigkeiten seiner Großmutter stahl. 

Am Morgen, ohne jemandem ein Wort zu sagen, lief Jegorka die Freitreppe herunter. Sein Staunen wollte kein Ende nehmen, als er mitten auf dem Rasen die glänzenden Silberhüllen sah.

 

- Was ist denn hiiiii-iier lo-ооs?! .... – sagte der Junge gedehnt, mit nachdenklicher Stirn, und stürzte sich dann zurück ins Haus zu seinem Freund, der ganz und gar vergeblich, es schien, gefangen gehalten wurde. Er hatte bereits einen genialen Plan ausgeheckt, um den Dieb gemeinsam zu fangen. Ja, es würde ihre erste richtige Jagd sein, und sie würden sicher ihre Trophäe bekommen. 

 

***

Der Kater setzte sich mit zusammengekniffenen Augen auf. Es schien, dass selbst die Gefangenschaft seine innere Ruhe nicht erschüttern konnte. Dennoch war es nicht zu übersehen, dass die Ungerechtigkeit des Gerichts in seiner Gestalt eingeprägt war, und er wartete.

Jegorka ging leise auf den Käfig zu und öffnete ein bisschen die Tür. Der Kater kam nicht heraus. Er bewegte sich nicht nur nicht vorwärts, sondern öffnete nicht einmal seine Augen. Das gleiche Zukneifen. Das gleiche gleichmäßige Atmen. 

 

- Kaaat-eeeerchen! Guuu-uuuu-uter! - sagte der Junge gedehnt.

Der Kater reagierte nicht. 

- Nun, nicht böse sein! Oh, nein... Meine Großmutter schimpft mit mir, aber ich werde nicht wütend. Nein, nicht immer zur Sache... Weißt du, sie hat keine Zeit, alles zu bemerken, wenn sie beschäftigt ist. Das ist der Grund, warum Dinge passieren. Aber die Liebe überdauert alles. Liebe ist stärker! Und ich auch... Ich liebe dich sehr. Du hast keine Ahnung, was mich das gekostet hat. Ich wollte dich nicht in diesen Käfig stecken. Es ist einfach passiert. Es tut mir leid. Ich weiß nicht, wie ich an dir zweifeln und das tun konnte. Es tut mir leid, es tut mir leid! Komm schon, raus damit! Komm raus! Komm raus! Wir haben tolle Sachen zu tun! Wir haben keine Zeit, hier herumzusitzen. Ich werde dir unterwegs alles darüber erzählen!

 

Der Kater zögerte zunächst, aber bewegte sich trotzdem. Er öffnete ein bisschen die Augen und zuckte mit der Nase. Er keuchte und versuchte, sich ein wenig zu strecken. Der Käfig war zu eng, drückte gegen seinen Körper. Es hatte keinen Sinn, zu versuchen, sich mit Gewalt zu befreien. Jegorka hatte bereits alles gesagt, was erforderlich war. Der Kater liebte den Jungen von ganzer Seele und verzieh ihm sogar die kleinste Sache. Er fing nicht an, das Schicksal weiter herauszufordern, lief eilig hinaus in die Wildnis und begann dankbar, mit einem Schnurren, sich an Jegorkas Schoß zu reiben. Der Frieden war wiederhergestellt.

 

***

Versteckt in einem Hinterhalt, nicht weit von ihrem gemeinsamen Angelplatz, erstarrten Jegorka und der Kater. Die Zeit war zum Halten gebracht. Nach einer halben Stunde waren die Beine und der ganze Körper schon ziemlich eingeschlafen, und es passierte nichts Besonderes. Jegorka dachte:

 

- Vielleicht ist mein Plan gar nicht mehr so genial? Warten wir ab... Es sollte funktionieren. Ich habe es gut durchdacht. Lasst uns den Feind fangen und damit fertig werden! 

 

Die Wärme, die von der Katze ausging, die sich an seine Knie drückte, beruhigte Jegorka. Er wollte sich nicht bewegen. Der Garten mit seinen tausenden von Bewohnern, Gerüchen und Geräuschen führte ein Eigenleben und war überaus schön. Der Junge hielt seinen Blick auf einer Blume, die seine Aufmerksamkeit erregte, und tauchte wieder in seine jungenhaften Träumereien ein. Plötzlich wurde die Idylle durch das Knacken von trockenen Zweigen über seinem Kopf durchbrochen. Die Haare auf dem Fell der Katze wurden sofort bauschig. Es zischte und zerrte mit jeder Faser seines Seins scharf nach vorne. Es war so unerwartet, dass Jegorka sich Sorgen machte:

 

- Ach nein, Katerchen! Du wirst es aufscheuchen! Ruhig, ruhig! Wir haben so lange gewartet!

 

 

 

Der Kater wollte nichts anderes hören oder bemerken. Sein Körper wurde angespannt und bereitete sich auf einen Sprung vor. Seine Aufmerksamkeit war voll und ganz auf etwas gerichtet, das für das Auge noch unsichtbar, aber offensichtlich in der Nähe vorhanden war. Die Unannehmlichkeiten der vergangenen Nacht waren plötzlich in seinem Kopf präsent. Aus allem, was geschehen war, konnte man nur einen Schluss ziehen - dieses Mal würde der Feind nicht weggehen. 

Vorsichtshalber begann Jegorka, seine Jacke auszuziehen und spähte in das schattige Dickicht der Äste. Hui! Plötzlich flog etwas mit einem Krachen direkt über ihre Köpfe hinweg. Noch eine Spule, und noch eine... Der Kater saß nicht mehr an seinem Platz, er sprang heftig und versuchte, etwas mit seinen Pfoten zu fangen, die wahllos in die Luft geworfen wurden, wobei er einen verzweifelten Schrei ausstieß. Jegorka war zuerst erschrocken und drückte die Augen zu. Er hatte noch nie eine so wütende Katze gesehen. Gleichzeitig bemerkte er, dass die Quelle seiner Wut in der Luft lag und mal weiß, mal schwarz blinkte. Sein Bewusstsein war verwirrt. Ohne lange zu überlegen, beschloss er, diese unangenehme Szene mit einem kurzen Wurf seiner Jacke zu beenden. Einen Moment, und sofort wurde alles still. Jegorka und der Kater, beide ohne jedes Zögern stürzten sich auf das Rühren unter den "Schlingen" des Feindes. Als er vorsichtig den Rand der auf dem Boden ausgebreiteten Kleidung anhob, sahen Jegorka und sein Freund die geschrumpfte und vor Angst zitternde Kreatur. Zwei schwarze, glitzernde Augen, die stumm um Gnade flehten. Jegorka und der Kater fühlten sich nicht mehr triumphierend. Im Grunde ihres Herzens waren sie von sich selbst enttäuscht, denn es war keinem von ihnen in den Sinn gekommen, dass eine gewöhnliche Elster, die seit Jahren in der Nähe nistete, der Dieb sein könnte. Und Jegorkas Großmutter hatte wiederholt über eine solche ungewöhnliche Schwäche dieses Vogels erzählt, eine Liebe für alles Glänzende. Sich gegenseitig anschauend, waren sich Jegorka und der Kater stillschweigend einig, dass der Vogel unschuldig war und dass es Sinn machte, ihn in ihr Spiel aufzunehmen und ihn außerdem auf die Futterliste zu setzen, damit er keine Süßigkeiten mehr wegtragen würde, und sich unter Freunden und wirklich zu Hause fühlte.

Seine Großmutter, die gekommen war, um den Lärm zu hören, stand nicht weit entfernt und freute sich leise. Das Fischerteam ist gewachsen. Es gab einen Neuzugang in der Familie.