Donnerstag, 22. August 2019

Als der Smalltalk sich gelohnt hat




“Großvater, sag mal, wie hast du unsere Großmutter kennengelernt?”
“Oh Joshua, das ist eine alte und lange Geschichte. Setz dich an das Sofa.”
Joshua setzt sich und guckt mit Interesse. 
“Das war 1980, die Jahre von dem Rock, dem Sieg über Pocken, den Olympischen Spielen in der USSR. Eine goldene Zeit war das, die Blütezeit von AC/DC, Queen, Def Leppard, Van Halen und vielen anderen Bands. Dann war ich 27 und machte eine Reise durch die USA.”
“Hast du dort die Großmutter kennengelernt?”
“Ja, richtig. Als AC/DC auf Back in Black Tour spielte, habe ich ihr Konzert in New York City besucht. Sie haben sich ein bisschen verspätet und das Publikum musste warten, wie immer. In diesem Moment sah ich eine hübsche Frau nebenan. Sie war allein und sah gelangweilt aus. So nahm ich diesen Fakt zum Anlass und ging auf sie zu.”
“War das die Großmutter?”




“Genau! Dann war sie 21!”, lächelt der Großvater.
“Oh mein Gott! So jung!”, erstaunt sich Joshua.
“Ich sprach mit ihr auf Englisch, aber sie sagte, dass sie nur Deutsch spricht und ihr Englisch zu schlecht ist. Natürlich fing ich an, Deutsch zu sprechen. Wenn du ihr Gesicht nur sehen könntest! Ihr fehlten die Worte.”
Joshua lacht.
“Anschließend habe ich ihr erklärt, dass ich auch aus Deutschland komme. Sie freute sich darüber und wir haben das ganze Konzert nett geplaudert. Wir kamen leicht ins Gespräch und redeten über das Heimatland, die Musik, die USA und so weiter.”
“Was war nach dem Konzert, Opa?”




“Nach dem Konzert begleitete ich sie zu ihrem Hotel. Wir schrieben die Adressen voneinander auf und, als wir nach Deutschland zurückgeflogen sind, haben wir uns viele Briefe geschrieben. Dann zog ich in ihre Stadt um und wir haben uns geheiratet.”
“Wow, Opa, wie interessant! Und was war später?”
“Das ist eine ganz andere Geschichte, Joshua. Es ist jetzt schon spät, du sollst ins Bett gehen. Morgen werde ich es dir erzählen, ich verspreche. Gute Nacht!”
“Okay, Opa, gute Nacht!”, der Enkel geht ins Schlafzimmer.
Der Großvater setzt sich auf den Sessel, genießt die Stille und denkt an das kleine Gespräch, das sein Leben total verändert hat. 



Leise singt er:
“I’ve been around the world
I’ve seen a million girls
Ain’t one of them got
What my lady she’s got…”
Er blickt auf das alte Foto, auf dem ein junges Paar in Lederjacken abgebildet ist, seufzt, steht auf, geht raus und schaltet das Licht aus.   

Maria Bugaenko

Dienstag, 6. August 2019

Perforator um 3 Uhr nachts

Was sollte man wissen, wenn man in Russland und in Moskau im Besonderen einwandert?
Erstens, müssen Sie ein Visum beantragen. Ich weiß nicht, wie ein russisches Visum zu bekommen ist, so ist es besser, einen Botschaftsmitarbeiter und nichtmich danach zu fragen.
Dann müssen Sie eine Wohnung finden, aber sie kostet so viel, dass man es sich nicht ausmalen kann. Es ist ratsam, eine große Kartonschachtel für Leben im Voraus zu finden.
Was Essen angeht, gibt es viele verschiedene Cafés, Restaurants und so weiter. Supermärkte sind oft bis elf auf, und einige sogar Tag und Nacht. Wenn Sie um 3 Uhr nachts Nutella oder einen Perforator kaufen wollen, finden Sie sie aller Wahrscheinlichkeit nach.

Russen sind gute Freunde, zuerst scheinen wir sehr seriös und finster, aber dann, wenn wir einander besser kennenlernen, werden wir glücklich und froh. Es ist zuzugeben, dass es Ausnahmen gibt, zum Beispiel, jene junge Leute in Birülövo, wenn Sie um 3 Uhr nach Nutella und Perforator suchen.
Die Bevölkerung Moskaus ist genauso groß wie Österreichs und der Schweiz zusammen, so ist es ziemlich einfach, Arbeit zu finden. Die Frage ist, ob sie gut ist. Wenn sie aber ein Staatsbürger Deutschlands sind, finden sie vermutlich eine wunderschöne Stelle.
Zum Schluss möchte ich sagen, dass Moskau eine wunderschöne Stadt ist. Wenn Sie lieben sowohl Russland, als auch den europäischen Lebensstil lieben, dann ist Moskau ein perfekter Ort fürs Leben.



Jegor Kutscherow

Nach Russland auswandern


Wenn man in ein anderes Land auswandern möchte, sollte man sich diesen Schritt sehr gut überlegen und planen.Es ist definitiv ein großes Risiko, ein neues Leben in einem neuen Land zu beginnen. Es geht nicht nur um finanzielle Sicherheit. Andere Aspekte wie Sprache, Kultur, neue Menschen, Heimweh sind Dinge, über die Sie nachdenken müssen.
Manchmal ist es wichtig, eigene Hausaufgaben zu machen, um das größte Land der Welt kennenzulernen. Und der beste Weg, dies zu tun, ist, sich fünf wichtigste Dinge zu überlegen, wenn man nach Russland einwandert.
Diese sind: Sprachbarriere, Kultur, Freunde und Familie, Essen und wie man in Verbindung bleibt.


Es ist äußerst schwierig, im Ausland zu leben und die Landessprache nicht zu beherrschen. Jedoch nicht ganz unmöglich. Nur Englischkenntnisse werden vorerst ausreichen, aber wenn es darum geht, Beziehungen und Kontakte zu knüpfen oder Karriere zu machen, wird es nicht genug. 
Mit der Sprache kommt offensichtlich die Kultur zusammen. Ich verstehe, dass es nicht einfach ist, sich auf eine neue Kultur einzustellen, weil alles anders sein kann. Aber es ist jedoch eine menschliche Natur, sich an neue Dinge anzupassen. Befolgen Sie einfach die lokalen Regeln und Traditionen.
Wenn Sie nach Russland kommen, werden Sie wahrscheinlich einige Zeit lang Ihre Freunde oder vielleicht Familienmitglieder nicht sehen. Deshalb müssen Sie die ganze Zeit mit ihnen in Kontakt sein. Mit der modernen Technologie können Sie immer in Verbindung bleiben, insbesondere mit vielen kostenlosen mobilen Apps wie WhatsApp, Facebook Messenger, Facetime, Viber usw.

Finde heraus, wo die Einheimischen ihre Lebensmittel kaufen. Produkte sind in den Geschäfte für Einheimische normalerweise viel billiger als für Ausländer. Entdecken Sie die lokale Küche und lernen Sie zu Hause zu kochen.
Und nicht zuletzt, denke ich, ist es wichtig, dankbar, freundlich und höflich zu sein. Die ersten paar Monate an einem neuen Ort, insbesondere im Ausland, werden stressvoll sein. Denken Sie immer daran, freundlich und höflich zu neuen Leuten zu sein und Sie werden kein Problem haben sich anzupassen und neue Freunde zu finden.

Victor Kovalenko

Donnerstag, 6. Juni 2019

Das Konzept vom Glück



Die Frage, wie man glücklich wird, steht im Mittelpunkt des Interesses in der modernen Gesellschaft. Die Bücher, die sich mit diesem Thema befassen, belegen die Bretter der Buchläden. Die Trainings, die ein Geheimnis vom erfüllten Leben zu verraten versprechen, wachsen wie Unkraut. 


Für mich hat sich immer die Frage aufgedrängt: hat das alles noch jemanden wirklich zum Glück geführt?

Ein älterer Zen-Spruch lautet: “Triffst du Buddha, töte Buddha.“ Die Vorstellung, dass jemand ein ganz besonderes Wissen über den Weg zum Glück besitzt, ist meinetwegen allermindestens eine Überheblichkeit. Es kann einfach nicht ein Rezept geben, das für alle funktioniert. 


Und es darf sein, dass das Glücksgefühl für einen im Moment unerreichbar ist. Es kann wegen komplizierter Lebensumstände, beziehungsweise trauriger Ereignisse, oder überhaupt ohne äußere Gründe passieren. Der Name dafür ist die Depression.




Man kann sein Gehirn natürlich ein bisschen täuschen, mit Schokolade, zum Beispiel. Die löst eine biochemische Reaktion, die dem Glücksgefühl ähnlich ist, aus. Aber es ist keine langfristige Lösung.


Ich wage zu behaupten, dass man in Prinzip nur so glücklich sein mag, wie man über sich denkt. Vorausgesetzt, dass sein Belohnungssystem imstande ist, eine angemessene Menge von Serotonin und Dopamin zu erzeugen. Es ist auch die Art und Weise, wie unser Gehirn funktioniert, dass die stärksten negativen Reaktionen von den Situationen hervorgebracht werden, in denen man etwas verliert. Um glücklich zu sein, soll man deswegen womöglich die Schattenseiten des Lebens übersehen, respektive nicht zu viel darüber grübeln.





Katja Ligskaja



Mittwoch, 16. Mai 2018

Wissenschaften im Trend


Sehr geehrte Damen und Herren, ich begrüße Sie ganz herzlich. Heute präsentiere ich das Thema „Welche Wissenschaften liegen jetzt voll im Trend? Woran liegt das?“
Wissen Sie eigentlich schon, dass es heute mehr keine konventionelle Wissenschaft gibt? Darüber hinaus, gibt es nicht mehr keinen Unterschied zwischen die Wissenschaft und die Religion, zwischen die Wissenschaft und die Pseudowissenschaft usw. Alle Kenntnisse sind gleich gut und glaubwürdig. 
In meiner Präsentation möchte ich darüber diskutieren, und die besteht aus folgenden Teilen: Am Anfang werde ich über antike Philosophie sprechen, dann über die konventionelle Wissenschaft und zuletzt über unsere Gegenwart. 
Ich darf vielleicht als Erstens ein wenig die Geschichte berichten. Eigentlich gab es ursprünglich keine Wissenschaft. Es wäre logisch anzunehmen, dass nur die alten Griechen den ersten Schritt getan haben. Sie haben die Philosophie entwickelt. Die antike Philosophie war natürlich keine konventionelle Wissenschaft. Die bestand aus der Gesamtheit der hochtheoretischen Schlussfolgerungen. Diese Sätze wurden auf äußerliche oder innere Beobachtungen beruht. Auf solche Weise könnten die alten Philosophen fast alles in All unter Beweis stellen, ohne keiner physikalischer Versuch durchzuführen. Es gab fast keinen Zusammenhang mit der alltäglichen Praxis, weil die alten Philosophen einfach jede Art der Praxis hassten, denn der Praxis war die Tätigkeit der Sklaven. 
Was versteht man unter konventionelle Wissenschaft und wann beginnt die? Man sagt, dass die Grundlagen der modernen Naturwissenschaft von Galileo Galilei begründet wurden. Hierbei sollen wir Rücksicht auf damaliges Zeitalter nehmen, nämlich die Aufklärung. Nach hunderten von Jahren der dunklen Zeit des Mittelalters hat die Aufklärung Interesse für antike Philosophie geweckt. Wenn wir über Antike sprechen, kann ich dahin, ein paar Worte über Euklids Elemente und über Archimedes nicht sagen. Trotzdem die beide die elementare Mathematik und die Statik schon in alter Zeit entwickelt haben, hat Galileo Galilei allerdings weiter gegangen. Er hat modernes wissenschaftliches Verfahren entwickelt, nämlich, die Einigkeit der Theorie und des Praxis, deshalb soll nur das physikalische Experiment das einzige Zuverlässigkeitskriterium sein. 

Dieses theoretische Vorbild hat bis heute ganz gut gearbeitet. Hingegen werden neue Herausforderungen  geschafft. Zum Beispiel, kann man den Urknall wiederholen? Tatsächlich steht das außer Frage, dass die Menschen solche Möglichkeit nicht haben. Nur Gott kann. Ob das bedeutet, dass es keinen Unterschied zwischen die Religion und die Wissenschaft gibt? Auf einen Seit glauben wir an Gott, auf anderen Seit glauben wir an Urknalltheorie. Um diese Widersprüche zu ausräumen, wurde eine neue Theorie von österreichischen Philosophen Karl Popper entwickelt. Diese Wissenschaftstheorie behauptet, dass weder die Wissenschaft noch die Religion keine Vor-oder Nachteile mehr haben. Jede Theorie, die besser die umgebende Wirklichkeit beschreibt, ist richtig und zuverlässig. Solche Theorie kann entweder religiös sein, oder wissenschaftlich, oder jeder andere. Folglich gibt es keine Wissenschat und keine Religion mehr. Alle Theorien sind nur der Art der menschlichen Tätigkeit. 
Immer wieder wiederholt sich die Geschichte. In Antike gab es nur eine geistige Tätigkeit, nämlich: die Philosophie. Und heutzutage haben wir auch dieselbe Angelegenheit, nämlich: die neue Philosophie. Zum Beispiel haben solche rasant entwickelte Wissenschaftszweige wie Nano-Bio-Info-Cogno Wissenschaften derzeit in Wirklichkeit weniger wissenschaftliche, sondern philosophische Probleme: 
      Was ist der Mensch?
      Was ist der Sinn des Lebens?
      Was ist was richtig ist und was falsch?


Alles in Allem lässt sich behaupten, dass nur die neue moderne Philosophie jetzt voll im Trend liegt, weil nur die Philosophie die verallgemeinerten Probleme der menschlichen Zivilisation und die mögliche Lösungen beschreiben kann, um die Welt und die menschliche Existenz weiter zu ergründen, zu verstehen und zu verbessern. 

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. 

Eduard Bedoew

Dienstag, 8. Mai 2018

Der Nabokov-Effekt: "Die Tür"

Es war ein schöner Frühlingsabend. Der Unterricht ging gerade zu Ende. N hatte eine gute Laune und wollte frische Luft schnappen.
Als er aus dem Arbeitszimmer ging, fühlte er einen interessanten Geruch. N ging durch die Kantine, um den Geruch zu erkennen, aber der war weg. Ein bisschen sauer, entschied er sich, nach draußen zu gehen.
Der kalte Wind, den er fühlte, gefiel ihm besonders. Statt nach Hause zu gehen, entschied er sich, um die Bibliothek herum in den Garten spazieren zu gehen. Als er um die Ecke der Bibliothek war, fand er eine große Grube neben den Stofflagen, die seit der Zeit des Sommerfestes geblieben sind. Er sah nie diese Grube und wollte die Grube erforschen. Als er abstieg, fühlte er das weiche Gras von gestern. Das kühle Metall roch nach Rost. N sah eine alte Tür. Er öffnete die Tür und hörte ein unangenehmes Knarren. Der Weg war frei
       


Grigoriy, Simon, Nina und Lisa