Sonntag, 20. März 2011

Nastja Rohr


Nastja ist 20 Jahre alt. Sie ist Studentin und studiert das Personalmanagement an der Universität. Sie hat viele Hobbys: sie spielt gern Klavier, malt, liest viel, besonders die Bücher in Psychologie. Sie sieht manchmal fern in ihrer Freizeit, dabei bevorzugt sie japanische Zeichentrickfilme.
Sie schwärmt vom Reiten, aber dieses Vergnügen ist kostspielig, und sie kann es sich nicht leisten.
Nastja wohnt mit den Eltern und ihrem jüngeren Bruder.
Sie interessiert sich für die deutsche Kultur, lernt fleißig Deutsch. Das kommt nicht von ungefähr, ihr Stammbaum hat deutsche Wurzeln. Ihre Ahnen haben an der Wolga seit dem XVI. Jahrhundert gelebt. In den 40-er Jahren des XX. Jahrhunderts wurde ihre Familie in den Altai deportiert. Da ist ihr Opa geboren. Der Opa ist im Altai groß geworden und hat beschlossen, ein russisches Mädchen zu heiraten. Seine Eltern haben einen Krach gemacht. Aber der Opa hat sie trotzdem geheiratet. Das waren die Nachkriegsjahre, deutsch sprechen war gefährlich, und der Opa hat nicht mehr deutsch gesprochen.
Nastja erinnert sich gut an ihre Urgroßeltern, sie haben viele schöne deutsche Lieder zusammen gesungen. Später sind einige Angehörige nach Deutschland verreist. Jetzt hat Nastja viele Freunde und Verwandten in Deutschland. Sie möchte die deutsche Sprache gut lernen und im Land ihrer Ahnen leben.

Jelena Gromova

Henning Wehn - Die Satzklammer

Die Engländer warten auf das Verb und auf die Negation im deutschen Satz. Für die Russen ist die Satzklammer auch manchmal schwer.

Danke für den Link, Alikhan!

Henning Wehn - Das ABC

Alikhan hat mir den Link geschickt. Henning Wehn, der englische Komiker deutscher Herkunft, erzählt den Engländern über die Besonderheiten der deutschen Sprache. Und das alles bei der BBC. Er spricht mal englisch, mal deutsch, damit alle Zuschauer ihn verstehen können.

Kirill

Alikhan Dibirow


Alikhan ist sehr nett und freundlich. Er arbeitet als Fachmann für Schadenregulierung in einer Versicherungsgesellschaft. Er ist Abteilungsleiter. Er arbeitet in einer russischen Firma, aber sie hat deutsche Geschäftspartner in München. Und Alikhan macht oft Geschäftsreisen in Deutschland. Er findet seine Arbeit sehr interessant, denn er trifft viele neue Leute, besucht andere Länder, kann auch Gesetze und Rechte in anderen Ländern kennen lernen.
Er studiert Deutsch gern. Er möchte in Deutschland studieren und vielleicht danach in Deutschalnd arbeiten.
Alikhan mag Autos. Er mag deutsche Autos, besonders den BMW. Als er in München gewesen ist, hat er das BMW-Museum und das BMW-Autowerk besucht.

Katja Khimicheva

Mittwoch, 9. März 2011

Annett Louisan - "Das große Erwachen"



Ich tat sehr viel Stoff in mein Dekoltee,
Pflegte meine Haut und mein Renomee.
Ich hab mich benommen, so als hätte ich Stil,
Noch ein Schlückchen Sekt, ach bitte nicht so viel.

Ich hab mich bemalt, damit du mich siehst
Ich hab mich geaalt, wie ein kleines Biest
Ich war die blonde Elfe mit gesenktem Blick,
Doch das war nur ein Trick,
Damit ich dich krieg'.

Refrain:
Und jetzt möchte ich, dass du mich liebst
Ganz genauso wie ich wirklich bin
Und mir all' meine albernen Macken vergibst,
Meine Fehler, jetzt verdammt,
Nimm' sie hin.

Hab' nicht viel gesagt, damit man dich hört.
Hab' nicht laut gelacht, nur falls es dich stört.
Du hast viel erzählt, ich tat interessiert,
Dabei hab ich kaum was davon kapiert.
Ich hab dich verführt, so als hätt' ich Lust,
Dabei ganz bewusst nicht zu selbstbewusst.
Ich hab mich verrenkt unter deinem Zelt
Und hab so getan,
Als ob es mir gefällt.

Refrain:
Und jetzt möchte ich, dass du mich liebst,
Ganz genauso wie ich wirklich bin
Und mir all' meine albernen Macken vergibst,
Meine Fehler, jetzt verdammt,
Nimm' sie hin.

Ich hab mich gefärbt. Ich hab mich gebräunt.
Ich hab doof geguckt, immer schön verträumt.
Als einzige Lasche, zwischen all den Schnallen
Hab ich mich verstellt,
Um dir zu gefallen.

Refrain:
Und jetzt möchte ich, dass du mich liebst
Ganz genauso wie ich wirklich bin
Und mir all' meine albernen Macken vergibst
Meine Fehler, jetzt verdammt,
Nimm' sie hin.

Annett Louisan



Wieder schleicht es sich von hinten an
Und es fragt mich ob es helfen kann
Es umschmeichelt mich mit Plüsch und Samt
Und sagt „schau dich mal an“.

Das Gefühl ist aus der Kiste raus
Und es sieht wieder so blendend aus
Und das Leben wird zum Warenhaus

Ich behalt es gleich an.

Ewigkeiten kommen und gehen,
Hab sie mehr als einmal anprobiert.

Hier zu eng, da zu streng,
Irgendwo kneift es mich,
Zu skurril, nicht mein Stil,
Das Gefühl steht mir nicht
Ich schau mich nur um,
Schau mich nur mal um

Es beschleicht mich wieder das Gefühl,

fragt mich leise was ich wirklich will
Und dann schickt es mich in den April

Und sagt "ha’m wir nicht da!"


Das Gefühl ist wie der letzte Schrei,
Kaum verschwindet es und geht vorbei,
Dann verlacht man es und denkt dabei

"Ach wie dumm ich doch war".

Ewigkeiten kommen und gehen.
Hab sie mehr als einmal anprobiert.

Hier zu eng...

Das Gefühl ist aus der Kiste raus,
Und es zieht mir schon die Schuhe aus,
Doch das Leben ist kein Warenhaus,

Denn es nimmt nichts zurück...

Ewigkeiten kommen und gehen
Hab sie mehr als einmal anprobiert.

Hier zu eng...

Alles können - nichts mehr sollen!


Das kleine Kind die Mutter fragt,
Was darf ein Kind am Abend machen?

Und seine Mutter leise sagt:

Am Abend darfst du nicht sehr laut sprechen,
Und meinen Lieblingsbecher nicht zerbrechen.

Du musst am Abend Zähne putzen
Und deine Jacke nicht beschmutzen.

Dann sagt das Kind:

Am Abend will ich mit Freunden ins Kino gehen
Und einen Film zusammen sehen.

Dann wollen wir viele Pommes essen
Und das Ketchup nicht vergessen.

Dann wollen wir einen Zug bemalen
Und dabei keine Strafe zahlen.

Die Mutter sagt:

Kinder sollen niemals lügen
Und die Polizei nie betrügen.

Dann sagt das Kind:

Nie mehr will ich die Katze waschen,
Ich will Salami-Pizza naschen.

Ich will nicht in die Schule gehen,
Ich will den Fußball mit meinen Freunden sehen.

Ich möchte alle Spieler kennen
Und den Schweinsteiger Schweini nennen.

Ich möchte nichts mehr sollen müssen,
Ich möchte ein Mädchen küssen.

Ich möchte alles dürfen wollen,
Alles können - nichts mehr sollen.


Anna Vasyunina